Städtetipps

Köln – mediterran und dynamisch

Karnevalumzug

Wer mit Köln nach wie vor “Kammelle” werfende Narren, rheinischen Frohsinn, den Dom und nicht viel mehr verbindet, wird dieser Stadt in der heutigen Ausprägung nicht gerecht. Natürlich spielt die sogenannte fünfte Jahreszeit, spielen die Prunkumzüge und die Büttenreden eine gewisse Rolle, und sie reflektieren auf nette Art auch das Traditionelle dieser Stadt. Aber Köln ist viel mehr als eine Jeckenhochburg: Es ist eine Stadt der Kultur, der Vielfalt, der Internationalität und dabei einfach auch sehr lebenswert.

Ein Rundgang durch die “richtige”, die westrheinische Seite, der gut zu Fuß zu bewältigen ist, könnte an der berühmten Domplatte beginnen. Er führt zunächst schon einmal zu einem kulturellen Highlight, der Sammlung Ludwig.

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Düsseldorf – Stadt des Altbiers, der Kultur und Mode

Das Altbier

Düsseldorf, die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, gilt als eine der schicksten und mondänsten Städte in Deutschland. Die Mode ist in der Metropole am Rhein zu Hause und an der Königsallee im Herzen der Stadt kommen Fashionistas und Freunde des gehobenen Luxus auf ihre Kosten. Ein vielfältiges Kultur- und Kunstleben bietet für jedes Interesse ein interessantes Highlight. Wollen Sie ausgiebig feiern, dann sind Sie in der Düsseldorfer Altstadt an der richtigen Adresse.

Wer zum Ausgehen nach Düsseldorf kommt, kann in der berühmten Altstadt bis zum frühen Morgen Partystimmung genießen. Nicht umsonst trägt das Viertel am Rhein rund um die Bolkerstraße den Beinamen Längste Theke der Welt. Hier reihen sich eine Altbierkneipe, eine Disco und ein Restaurant an die nächsten. Im Sommer herrscht vor allem am Wochenende lebhaftes Treiben in den kopfsteingepflasterten urigen Gassen mit typisch rheinischem Flair.

Jazzkneipen mit Live-Musik gehören ebenso zum Ambiente wie traditionelle Altbier-Lokale mit rustikalem Charme und Künstlerkneipen. Dazwischen haben sich kleine Boutiquen und Szene-Läden angesiedelt, wo Sie ausgefallene Mitbringsel erwerben können. Die älteste Gastronomie in der Altstadt ist der Brauereiausschank Zum Schlüssel aus dem 19. Jahrhundert. Das selbstgebraute Altbier wird nur hier und in einigen Lokalen der Umgebung ausgeschenkt. Auf der Bolkerstraße ist auch ein kleines kulturelles Highlight zu besichtigen: das Geburtshaus des Lorelei-Dichters Heinrich Heine. Heute wird das restaurierte Gebäude für literarische Events genutzt und beherbergt ein Café.

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Chemnitz – Vielfalt in Tradition und Moderne

Zwar gehört es nicht zu den bekanntesten und beliebtesten Städten im Osten Deutschlands. Doch Chemnitz, ehemals Karl-Marx-Stadt, hat einen besonderen Charme. Nach Leipzig und Dresden ist es mit etwa 248.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Sachsens und liegt am Fuße des kulturell und landschaftlich erlebniswerten Erzgebirges.

 
Eine Stadt im stetigen Wandel

Stadt Chemnitz, Kopfstatue von Karl-Marx

Chemnitz galt schon im 14. Jahrhundert als wichtiges Wirtschaftszentrum, welches sich im 18. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Industriestandorte Deutschlands entwickelte. So hat beispielsweise die weltweit beliebte Automarke Audi ihre Wurzeln im damaligen “Ruß-Chamtz”. Mit den Bombardierungen Ende des Zweiten Weltkriegs änderte sich das Stadtbild dramatisch. So existieren heute vergleichsweise wenig ältere Gebäude im Chemnitzer Stadtkern, welcher sich insbesondere mit der Umbenennung in “Karl-Marx-Stadt” 1953 zusätzlich stark änderte. Als architektonische und ideologische Vorzeigestadt des DDR-Sozialismus finden sich auch aktuell noch zahlreiche Monumente dieser tiefgreifenden städtebaulichen Veränderungen. Geprägt vom industriellen Flair vergangener Jahrzehnte zeigt sich das “Sächsische Manchester” heutzutage in einem modernen Gewand. Mit der Rückbenennung in “Chemnitz” 1990 erhielt die sächsische Metropole in den letzten 20 Jahren wieder ein verdichtetes Stadtzentrum. Weltweit renommierte Architekten, wie Helmut Jahn, trugen dazu bei.

 
Kunst und Kultur

Das Chemnitzer Opernhaus bei Nacht

Die bewegte Geschichte des Industrie-, Wirtschafts- und Universitätsstandortes spiegelt sich auch in der Chemnitzer Museen- und Kulturlandschaft wider. Dabei spielt nicht nur ein Blick in die industrielle Geschichte, wie im Chemnitzer Industriemuseum, eine wichtige Rolle. Auch zeitgenössische und klassische Kunst lassen sich in der sächsischen Großstadt entdecken. Als erste Adressen sind dafür die Chemnitzer Kunstsammlungen und das Chemnitzer Theater sowie das stadteigene Opernhaus zu nennen. Darüber hinaus existieren eine etablierte Künstler- und Kleinkunstszene in der Stadt. Auch für seine Erfolge im Leistungssport, wie Eislaufen und Fußball, ist Chemnitz weltberühmt.

 
Kneipendichte, Nachtleben und kulinarische Genüsse
Mit über 600 Kneipen, einer hohen Student-Kneipen-Dichte, Nachtbars und Diskotheken bietet Chemnitz all das, was das Herz eines Nachtschwärmers und Partygängers höher schlagen lässt. Zwar gehören VIP-Events eher zu den seltenen Ausnahmen. Doch die Stadt weiß, wie richtig gefeiert und in gemütlicher Runde gesessen und gegessen wird. Einheimische kulinarische Genüsse werden dabei vornehmlich von der erzgebirgischen Küche geprägt. Aber auch internationale Spezialitäten sind in Chemnitz in hoher Qualität erhältlich.

 
Vielfältig. Traditionell. Modern.
Auch wenn Chemnitz nicht zu den populärsten Städtezielen Deutschlands zählt, so ist die Stadt aufgrund ihres Facettenreichtums einen Besuch wert. Denn in kaum einer anderen Großstadt verbinden sich eine landschaftlich reizvolle Lage, Bildung, Wirtschaft und Industrie mit einer vielfältigen Kultur-, Kunst- und Kneipenszene in so einer bemerkenswerten Art und Weise.

Dresden – Zwischen Kultur und Genuss

Die sächsische Landeshauptstadt ist für ihre kulturelle Vielfalt und ihre kulinarischen Genüsse weltberühmt und lockt jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Aufgrund der historischen Altstadt, den zahlreichen Renaissance- und Barockbauwerken, der Vielzahl an Restaurants, Bars und Bistros und natürlich nicht zuletzt aufgrund der malerischen Lage direkt an der Elbe wird Dresden sowohl von Besuchern als auch Einheimischen liebevoll auch Elbflorenz genannt.

Semperoper bei Nacht

Das Herz Dresdens ist natürlich die Altstadt mit der berühmten Frauenkirche im Zentrum. Traurige Berühmtheit erlangte die Frauenkirche durch die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg, als von der Innenstadt und der Kirche nur noch Grundmauern übrig blieben. Über Jahrzehnte galt die imposante Ruine der Frauenkirche als weltweites Mahnmal gegen die Schrecken des Krieges und besitzt diese Rolle auch noch seit ihrem Wiederaufbau, der 2006 mit der feierlichen Eröffnung beendet werden konnte. Aber nicht nur die Frauenkirche ist ein Highlight bei einer Städtereise nach Dresden. Auch der Zwinger, eine barocke Lustgartenanlage sowie das Dresdner Schloss und die von Gottfried Semper erbaute Semperoper sind bei einem Besuch des Elbtals ein absolutes Muss. Der Vorteil für jeden Besucher der Stadt ist die zentrale Lage der wichtigsten Bauwerke und kulturellen Einrichtungen. So gibt es allein im Innenstadtring eine Vielzahl beeindruckender Museen, die ständig neue Ausstellungen anbieten. Die wichtigsten Museen sind das Grüne Gewölbe, die Galerien Alte und Neue Meister, die Porzellansammlung sowie das Stadtgeschichtliche Museum und das Museum der Sächsischen Volkskunst auf der anderen Seite der Elbe, direkt im Regierungsbezirk. In Pillnitz steht das berühmte Schloss Pillnitz, das der bekannteste sächsische Herrscher, August der Starke, zu einem Treffpunkt der europäischen Elite im 18. Jahrhundert etablieren konnte. Noch heute finden hier zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Hochzeiten oder Weinfeste statt. Außerdem kann man im gesamten Schlosspark eine Vielzahl einzigartiger Pflanzen und Bäume bestaunen.

Aber auch alle anderen Stadtteile bieten zahlreiche Besonderheiten. So findet man zwischen Blasewitz und Loschwitz das weltberühmte Blaue Wunder, eine Stahlbrücke, die bereits seit über 100 Jahren zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Auch sollte man sich eine Fahrt mit der Standseilbahn von Loschwitz zum Weißen Hirsch nicht entgehen lassen, denn neben einem famosen Blick auf die Gesamte Stadt kann man nach der Fahrt das Villenviertel der Landeshauptstadt erkunden oder aber in der Dresdner Heide einen ausgewogenen Waldspaziergang in romantischer Natur unternehmen.

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgen eine Vielzahl an Restaurants mit regionalen und internationalen Spezialitäten. Für die abendliche Gestaltung gibt es über das gesamte Stadtgebiet eine Reihe von Theatern, Kinos, die Staatsoperette oder auch eine Reihe von Musik- und Konzertclubs. Natürlich sollte auch die Oper besucht werden. In den Sommermonaten werden außerdem eine Reihe von Freiluftkonzerten auf dem Theaterplatz und bei den Filmnächten am Elbufer angeboten. Auch kann man auf der idyllischen Brühlschen Terasse Straßenmusikanten lauschen und dabei den herrlichen Ausblick auf die Alt- und Neustadt Dresdens genießen. Jeden Tag der Woche finden in der inoffiziellen Kulturhauptstadt Deutschlands Veranstaltungen statt, so dass man sich immer auf einen erlebnisreichen Abend freuen kann.

Kultur trifft Kunst in Karlstadt am Main

Auch etwas abseits der Großstädte findet der Reisende eine erstaunliche Vielfalt kultureller Angebote. Wer dabei glaubt, diese würden sich ausschließlich auf die Darstellung historischer Brauchtums-Pflege oder Themenmärkte beschränken, irrt zum Teil ganz gewaltig.

Eine kulturelle Perle direkt am Main ist beispielsweise das hübsche Städtchen Karlstadt. Der schmucke Weinort ist nicht weit von Würzburg entfernt und hat sich für die aktuelle Kunst- und Kultursaison zum wiederholten Male einige besondere Highlights einfallen lassen. So findet beispielsweise vom 06. bis 08. Juli die Konzertreihe “Musik in historischen Häusern und Höfen” statt. Klassische und moderne Konzerte werden dabei an eher ungewöhnlichen Orten aufgeführt. Städtische Einrichtungen, Institutionen und private Personen öffnen ihre Wohnungen, Höfe und Gärten für das kulturinteressierte Publikum und geben damit den Aufführungen einen ganz besonderen Rahmen.

Karlstadt ist ein typisches Winzerstädtchen. Jeder, der die 55 Kilometer lange “Bocksbeutelstraße” bereist, kommt auf seinem Weg unweigerlich auch hier vorbei. Von Juli bis September dauert die Zeit der zahlreichen bunten Weinfeste. Die Einkehr in eine der traditionellen “Heckenwirtschaften” gehört dabei beinahe schon zum Pflichtprogramm. Hier reichen die Winzer zu ihrem selbst gekelterten Wein kleine, typisch fränkische Köstlichkeiten. Was sich hinter den geheimnisvollen Bezeichnungen “Knöchle mit Kraut” oder “rote Hausmacher” verbirgt, findet der interessierte Gast am besten selbst heraus. Eines ist jedoch ganz sicher: Es geht immer gemütlich und lustig in den zeitlich begrenzt geöffneten Heckenwirtschaften zu. Es ist ratsam, rechtzeitig Plätze zu reservieren, denn oft sind alle Kapazitäten schon vor Saisonbeginn nahezu ausgebucht.

Anfang Oktober bittet Karlstadt seine Bürger und Gäste zum “Karschter Kultur Häppli”. Ein bunter Strauß aus Musik, Theater und Kleinkunst begleitet dann die Besucher durch die gesamte Innenstadt. An jeder Ecke geht es fröhlich und laut zu und es gibt viel Interessantes zu entdecken. Hier ein kurzes Schauspiel, dort eine Jazzkapelle oder eine Ausstellung. Für jeden, der mit wachen Sinnen durch das Städtchen spaziert, ist garantiert das Passende dabei.

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